Religioeses Kulturerbe

Patrimoine religieux dans la Vallée de Munster

Kirchen und Kapellen im MunstertalEglise à Munster

Das Stadtwappen von Munster, das die stilisierte Fassade einer Kirche mit zwei Türmen darstellt, erinnert an die Kirche der großen Benediktiner-Abtei Saint-Grégoire, die leider nicht mehr erhalten ist. Nur einige gemeißelte Steinfragmente im romanischen Stil, die im Rathaus von Munster aufbewahrt werden, konnten bei archäologischen Ausgrabungen am Standort des mittelalterlichen Gebäudes (in der südöstlichen Ecke der heutigen Place du Marché) gefunden werden. Die Kirche wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts größtenteils zerstört.
Wenn Sie heute einen schlichten gotischen Chor sehen möchten, bleibt Ihnen nur noch die Kirche Saint-Jean-Baptiste in Soultzbach-les-Bains, die im 14. Jahrhundert im Auftrag der mächtigen Herren von Hattstatt errichtet wurde.
Als letzte Vertreter mittelalterlicher Architektur können Sie auch die Kapelle Sainte-Cathérine bewundern, die im 15. Jahrhundert inmitten der Befestigungsanlagen von Soultzbach errichtet wurde, oder das um 1500 erbaute und sehr seltene Beinhaus auf dem Friedhofsgelände von Wihr-au-Val, in dessen oberem Stockwerk eine dem Erzengel Michael gewidmete Kapelle untergebracht ist.
Unter den vielen Kirchen aus dem 10. Jahrhundert, die von den Bomben des Ersten Weltkriegs verschont blieben, verdienen zwei besondere Aufmerksamkeit: Die Kirche Saint-Martin in Wihr-au-Val im neugotischen Stil (1869-73, Architekt V. Heilmann) mit ihrem imposanten Schiff aus rosafarbenem Sandstein am Eingang zum Munstertal und die evangelische Kirche in Munster, deren Architektur starke romanische Einflüsse erkennen lässt und die von der Textilindustriellenfamilie Hartmann finanziert wurde (1869-73, Architekt F. L. De Rutté).
Der ab 1920 beginnende Wiederaufbau bedarf der ganzen Kunstfertigkeit der Architekten, die bei ihren Entwürfen für neue Gotteshäuser auf unterschiedlichste stilistische Elemente zurückgreifen. Beispiele hierfür sind die Votivkirche Notre-Dame-de-l’Emm in Sondernach (1928-31, Architekt P. Kirchacker-Demant), die den auf dem Schlachtfeld gefallenen Soldaten gewidmet ist, und die Kirche Notre-Dame-de-l’Immaculée-Conception in Mittlach (1927-29, Architekt Ch. Schoffit), die romanische Elemente erkennen lässt. Die Kirche Saint-Barthélemy in Muhlbach-sur-Munster (1927-29, Architekt Ch. Schoffit) inspiriert sich direkt an der farbenfrohen kirchlichen Barockarchitektur aus dem süddeutschen Raum.

Sakralkunst aus katholischen und evangelischen Kirchen

Nur wenig ist aus der Zeit vor der Französischen Revolution erhalten geblieben. Nichts Bedeutsames erinnert mehr an die Einrichtung der Abtei von Munster und ihrer Kirche.
Begnadete Bildhauer haben jedoch einige sehr bemerkenswerte Arbeiten hinterlassen. Die schönsten Werke finden Sie in der Kirche Saint-Jean-Baptiste in Soultzbach-les-Bains: Der Tabernakel des Heiligen : Christopherus, die Grabplatte der Eheleute Jakob von Hattstatt und Margarethe von Rathsamhausen und die Statue des Heiligen Sebastian (südlicher Nebenaltar) lassen sich auf das erste Viertel des 15. Jahrhunderts datieren. Die Grabplatte mit der Abbildung einer Edeldame, der Gemahlin eines Ritters von Hattstatt, ist der Kunst in der Mitte des 14. Jahrhunderts zuzuordnen.
Bei einer Skulpturengruppe der Pietà in der Kirche Notre-Dame-de-l’Emm in Sondernach ist die zeitliche Einordnung schwieriger. Der Faltenwurf deutet auf den Stil um 1500 hin – es könnte sich jedoch auch um eine ausgezeichnete Kopie aus dem 20. Jahrhundert handeln. Besondere Bewunderung findet hier jedoch die Barockkunst mit Schöpfungen eines der herausragendsten Holzbildhauers und Schreiners des Elsass, der 1715-1720 in Soultzbach-les-Bains weilte: Jean Antoine Werlé.
Zu seinen Werken gehören die reich verzierten Altäre der Kirchen in Soultzbach-les-Bains und Wihr-au-Val (nur noch vier Statuen erhalten) und die Kreuzigungsgruppen in der Pilgerkapelle Sainte-Croix in Wihr-au-Val und in der Kapelle Sainte-Catherine in Soultzbach-les-Bains. Ab 1918 übernahm die Schreinerwerkstatt von Joseph Driesbach in Munster die Wiedereinrichtung zahlreicher Kirchen, verzichtete dabei jedoch auf den zur damaligen Zeit sehr beliebten Art-Deco-Stil. In den katholischen Kirchen in Muhlbach-sur-Munster und Stosswihr (Ampfersbach) können Sie die Altäre und Kanzeln im rheinischen Stil des 18. Jahrhunderts und die vollständige Einrichtung für die feierliche Messe bewundern.
In der Kirche Notre-Dame-de-l’Emm in Sondernach wurde der italienische Bildhauer Gino Cavallini mit der Gestaltung des Hochaltars, der Ambos und der Chorbegrenzung aus Carrara-Marmor beauftragt, die später zur Seite der Kirchenbesucher hin in einen Altar umgebaut wurde. Alle großen Kirchenfenster der Kirchen wurden im 19. und 20. Jahrhundert erneuert.
Die Straßburger Werkstatt Ott Frères, die überwiegend für katholische Gemeinden tätig war, fertigte 1927 die Kreuzigungsgruppe im Chor der evangelischen Kirche von Munster an (nach Entwürfen von Louis-Philippe Kamm). Mit der Gestaltung der Glasfenster betraute die evangelische Gemeinde den Glasermeister Jacques Ehrismann. Sein interessantestes Werk (neben den „profanen” Glasfenstern im Rathaus von Munster) ist in der Kirche von Muhlbach-sur-Munster zu sehen.

Quellen: „Service de l’Inventaire et du Patrimoine – Région Alsace”


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