Industrielles Kulturerbe

Das Munstertal ist seit jeher für seine malerische Landschaft und seinen aromatischen Käse bekannt. Dabei galt Munster vor nicht allzu langer Zeit auch als wichtiges Zentrum der Baumwollindustrie. Die ununterbrochene Entwicklung dieser Industrie über mehr als 150 Jahre hinweg verdrängte nach und nach traditionelle Tätigkeitsbereiche in der Landwirtschaft.

Trotz der Verwüstungen des Ersten Weltkriegs sind in der Region auch heute noch zahlreiche Spuren dieser wirtschaftlich glanzvollen Zeit zu finden. Das Munstertal bietet ein bilderbuchhaftes Panorama der industriellen Architektur vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts... von den Überresten der ersten Werkstatt für bedruckte Baumwolle, die 1776 in Munster eingerichtet wurde, über die Werkhallen mit Sheddächern des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts bis hin zu den typischen rechteckigen Fabrikblöcken in massiver Bauweise mit zwei, drei oder vier Stockwerken, die als Symbol für den industriellen Aufschwung im 19. Jahrhundert stehen.

Auch die in Folge des gewaltigen Industrialisierungsprozesses entstandenen Arbeiterwohnungen haben zur Vielfalt des lokalen Kulturerbes beigetragen und die besondere Identität der Stadt Munster geprägt. Das Stadtbild spiegelt klar die damals herrschenden hierarchischen Strukturen innerhalb des Werks wider. Arbeiterwohnungen und Häuser der Angestellten und Vorarbeiter befinden sich manchmal nah beieinander. Die Villa des Werksleiters liegt ein Stück abseits in einem gepflegten Park – deutlich unterhalb des Anwesens des Firmeneigentümers, das die Siedlung beherrscht, stolz und erhaben, als feudales Zeichen der erworbenen Industriemacht.

Die Natur des Munstertals hat mit der industriellen Entwicklung ebenfalls einen tiefen Wandel durchlaufen. Wie auch in anderen Tälern der Vogesen wurde die Landschaft den Bedürfnissen der Industrie angepasst. Viele wichtige Fortschritte vom Bau der Eisenbahnlinie und der Passstraße zum Col de la Schlucht bis hin zum Wasserleitungsnetz und der Nutzung der Bergseen verdankt die Region der Textilindustrie und insbesondere der Familie Hartmann als deren namhafteste Vertreter.

Quellen: „Service de l’Inventaire et du Patrimoine – Région Alsace”

Webereihof des Klosters 1892 - Archiv Hartmann
Webereihof des Klosters 1892 - Archiv Hartmann

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