

Office de Tourisme
de la Vallée de Munster
1 Rue du Couvent
68140 MUNSTER
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Das Munstertal ist seit jeher für seine malerischen Landschaften und seine Käseherstellung bekannt doch galt es auch lange Zeit als Hochburg der Baumwollindustrie. Seine über 150 Jahre ununterbrochene Entwicklung, hat nach und nach die mit den lokalen Produktionsmittel traditionell verbundenen Tätigkeitsbereiche verdrängt.
Den durch den Ersten Weltkrieg entstandenen verheerenden Schäden zum Trotz, weist das Gebiet auch heute noch zahlreiche Spuren dieser wirtschaftlich glanzvollen Zeit auf. Von den in Münster 1776 errichteten und noch verbleibenden Überreste der ersten Werkstatt für bedruckte Baumwolle bis zu den Textilateliers mit ihren typischen Sheddächerndes 19. und 20. Jahrhunderts über die für den wirtschaftlich Aufschwung des 20. Jahrhunderts so bezeichnenden massiven rechteckigen 2, 3 bis zu 4 stöckigen Werkseinheiten , bietet das Munstertal ein breites Spektrum an architektonischen Objekten der vom 18. bis Ende des 20. Jahrhunderts florienden Textilindustrie.
Die in Folge des gewaltigen Industrialisierungsprozeßes enstandenen Arbeiterquartiere haben ihrerseits zur Vielseitigkeit dieses industriellen Kulturguts beigetragen und das Bild Munsters städtebaulich geprägt. Die im Textilwerk herrschende Rangordnung wird auf Stadtbild übertragen . So grenzen die Arbeiterunterkünfte an die Häuser der Angestellten und der Vorarbeiter. Der Fabrikleiter bewohnt für gewöhnlich eine Villa mit angrenzender Parklandschaft während das Villenanwesen des Fabrikbesitzers, wie ein Zeichen der Feudalhersschaft und der durch die Industrie gewonnene Macht, über die Siedlung thront.
Diese industrielle Entwicklung hat die Landschaft des Munstertals starkt verwandelt.Wie auch andere Täler der Vogesen, wurden die natürlichen Räume der Bedürfnisse der verarbeitenden Industrie angepasst. Der Ausbau der Eisenbahnstrecke und der "Route de la Schlucht"', die Nutzung der Seen und das damit verbundene hydraulischen Netzwerk sind dem Engagement der Industriellen-Familien von denen die Hartmanns die prominensten Vertreter sind, zuzuschreiben.
Quelle : « Service de l’Inventaire et du Patrimoine – Région Alsace »